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Motiv: Titelseite Broschüre Wirtschaftsstandort Region Trier (Foto: LiborK - stock.adobe.com / Grafik: IHK Trier)
(Foto: LiborK - stock.adobe.com / Grafik: IHK Trier)
  • 07.10.2026

    Schulnote „voll befriedigend“: So bewerten die regionalen Unternehmen ihren Standort

    IHK-HWK-Umfrage: Standortattraktivität hat sich leicht verschlechtert

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: 0651 9777-901
    schmitt@trier.ihk.de

„68 Prozent der regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer würden ihren Standort einem befreundeten Geschäftsinhaber weiterempfehlen. Das ist ein solider Wert, der allerdings um 4 Prozentpunkte niedriger liegt als in unserer vor rund 5 Jahren durchgeführten Befragung. Die Betriebe blicken heute also etwas skeptischer auf ihr unmittelbares Umfeld“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Jennifer Schöpf-Holweck. 

HWK-Hauptgeschäftsführer Axel Bettendorf bekräftigt diesen Befund: „Wir wollten auch wissen, welche Schulnote unsere Mitgliedsbetriebe ihrem hiesigen Standort in Bezug auf dessen wirtschaftliche Attraktivität geben. Es ist eine 2,6; vor 5 Jahren war es noch eine 2,4. In den Bewertungen mögen aber auch die vielfältigen Krisen der vergangenen Jahre ihre Spuren hinterlassen haben.“

Am häufigsten haben die 452 Mitgliedsunternehmen von IHK und HWK mit rund 20.000 Beschäftigten die Note „gut“ vergeben. Hierauf entfielen etwa 45 Prozent aller Rückmeldungen, gefolgt von „befriedigend“ mit rund 31 Prozent. Große Begeisterung für ihr Standortumfeld mit einer „Sehr gut“-Bewertung zeigten lediglich 6,4 Prozent; allerdings vergaben mit 4,3 Prozent noch weniger Befragte ein „Mangelhaft“ oder gar „Ungenügend“. 

Betrachtet man die Weiterempfehlungsquoten differenziert nach Unternehmensgröße, Branche oder geografischer Verortung auf Kreisebene, so liegen die Werte eng beisammen. Ähnliches gilt in Bezug auf die jeweils vergebene Gesamtnote für den Standort: Hier gibt es nur sehr geringe Abweichungen in Abhängigkeit von Unternehmensgröße und Branche. Auch beim Unternehmenssitz auf Kreisebene bewegen sich die Werte in einem überschaubaren Korridor von 2,4 (Landkreis Trier-Saarburg) bis 2,9 (Stadt Trier), wobei das Oberzentrum in der vorherigen Umfrage mit 2,3 noch am besten unter den Gebietskörperschaften abgeschnitten hatte.

„Die Region wird von unseren Mitgliedsbetrieben im Großen und Ganzen als recht homogen bezüglich Ihrer Standortattraktivität eingeschätzt; krasse Ausreißer nach oben oder unten in Abhängigkeit vom Unternehmenssitz auf Kreisebene, Betriebsgröße oder Branche fehlen völlig“, fasst HWK-Geschäftsführer Matthias Schwalbach zusammen.

Gleichwohl ist dies aus Sicht der beiden Wirtschaftskammern kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen: „Wir haben die Unternehmen insgesamt 20 Standortfaktoren bewerten lassen. Wenn man sich deren Zufriedenheitsnoten ansieht, kommt man im Mittel nur auf eine 3,1 anstatt auf die 2,6 für die allgemeine Standortattraktivität. An etlichen Stellen muss also gearbeitet werden. Das gilt gerade dort, wo als wichtig betrachtete Faktoren schlechte Zufriedenheitswerte aufweisen“, erläutert IHK-Geschäftsführer Matthias Schmitt.

Wo konkret besteht aus Sicht der Kammermitglieder der dringlichste Handlungsbedarf? Die größte Diskrepanz zwischen einer (hohen) Wichtigkeit und (niedrigen) Zufriedenheit ergibt sich laut IHK und HWK bei der Qualität, Transparenz und Schnelligkeit von Genehmigungsverfahren, dem Niveau kommunaler Steuern, Gebühren und Abgaben sowie der Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften. Darüber hinaus wünschen sich die Betriebe aber auch eine stärkere Unternehmensorientierung der Verwaltungen und ein insgesamt unternehmerfreundlicheres Standortklima.

Und welcher Standortfaktor schneidet im Zufriedenheitsranking am besten ab? Das ist die allgemeine Lebens- und Aufenthaltsqualität mit einer Bewertung von 2,4 auf der Schulnotenskala.

Hier geht's zur kompletten Broschüre „Region Trier - Standort im Wettbewerb" mit allen Ergebnissen der Umfrage.

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