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  • 20.06.2022

    DIHK-Report Unternehmensgründung:

    Gründungsinteresse hat in vielen Regionen sowie klassischen Branchen spürbar nachgelassen - DIHK-Präsident Peter Adrian: „Es droht, viel unternehmerischer Geist, verloren zu gehen“

  • Foto: Kevin Gläser
    Existenzgründung und Unternehmensförderung

    Kevin Gläser

    Tel.: (06 51) 97 77-5 30
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    glaeser@trier.ihk.de

In vielen Regionen sowie klassischen Branchen wie Gastronomie und Einzelhandel hat das Interesse an Unternehmensgründungen spürbar nachgelassen. Das ist ein Ergebnis des aktuellen DIHK-Reports Unternehmensgründung, mit dem der Deutsche Industrie- und Handelskammertag regelmäßig die aktuellen Entwicklungen beim Gründungsgeschehen analysiert. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) berichten zudem von mehr Personen, die zunächst nebenberuflich starten wollen.  
 
„Erfreulicherweise erleben wir insgesamt wieder mehr Gründungen größerer Betriebe. Wir sehen aber auch eine Reihe von Besorgnis erregenden Entwicklungen“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. „In Bereichen, die vor allem auch in den Regionen das Unternehmertum prägen, beobachten wir eine deutliche Zurückhaltung. So haben die Lockdown-Phasen infolge der Corona-Pandemie besonders im Einzelhandel und der Gastronomie auch im Jahr 2021 zu großen Unsicherheiten geführt. Erneut sind viele Gründungen zurückgestellt worden.“  
 
Dazu kommen dem DIHK-Unternehmensreport zufolge langfristige Trends, die sich auf das Gründungsinteresse in den Regionen auswirken: Es gibt immer weniger Personen in den besonders gründungsaktiven jüngeren Jahrgängen. Aufgrund des Mangels an Fachkräften hat sich im Gegenzug das Angebot an lukrativen Beschäftigungsverhältnissen erhöht. Adrian: „Der Anteil der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Leider gibt es auch viele Hürden, die grundsätzlich an einer Existenzgründung interessierte Menschen schon im Vorfeld abschrecken.“
 
Die Zahl der persönlichen Gespräche mit Gründerinnen und Gründern ist dem Report zufolge im Jahr 2021 bei den IHKs nochmals deutlich um zehn Prozent auf knapp 160.000 zurückgegangen. „Es droht, viel unternehmerischer Geist verloren zu gehen“, so Adrian. „Denn sind es vor allem auch die zahlreichen Geschäfte, Restaurants und die vielen kleineren und mittelgroßen Unternehmen, die Eigenverantwortung und Unternehmertum vor Ort erlebbar machen.“
 

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