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IHK Trier


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01.11.2012

Blick über die Grenze als Chance für den Ausbildungsmarkt


Dieser Text ist vom 01.11.2012 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Junge Leute aus der Großregion zur Ausbildung in die Region Trier holen

Die gute Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt setzt sich fort. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres haben die IHK-Betriebe in der Region Trier ihr Ausbildungsengagement gegenüber den vergangenen Jahren noch einmal gesteigert. 2 100 junge Menschen beginnen ihre Ausbildung in einem IHK-Beruf. Dies bedeutet noch einmal ein Plus von einem Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. In Bund und Land gehen die Ausbildungszahlen dagegen schon recht deutlich zurück. Auch in der Region Trier fällt den Unternehmen die Besetzung ihrer Ausbildungsstellen zunehmend schwer. In diesem Jahr hätten vermutlich wieder eine ganze Reihe von Lehrstellen mehr besetzt werden können, wenn es denn mehr ausbildungsfähige und leistungsstarke Bewerber gegeben hätte. Obwohl die Ausbildungsbetriebe zunächst einmal die Jugendlichen aus der Region in den Blick nehmen, könnte doch eine Chance darin bestehen, auch über die Grenze hinaus zu blicken.

INTERESSE BEI JUGENDLICHEN AUS DER GROSSREGION WECKEN
Seit vielen Jahren absolvieren bereits eine ganze Reihe von Jugendlichen aus der Region Trier bei Luxemburger Firmen (meist Niederlassungen von Betrieben aus der Region in Luxemburg) eine Ausbildung nach deutschem Recht, gehen hier in der Region in die Berufsschule und legen vor der IHK Trier ihre Prüfung ab. Dieses Modell in Richtung Luxemburg erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und gilt in Abstimmung mit der Chambre de Commerce Luxembourg und dem Luxemburgischen Erziehungsministerium für diejenigen Berufe, für die in Luxemburg selbst noch keine Ausbildungsordnungen bestehen oder im konkreten Fall keine geeigneten Kandidaten aus dem Land selbst zur Verfügung stehen.

Wenn die Betriebe in der Region Trier ihre offenen Ausbildungsstellen nicht mit einheimischen jungen Leuten besetzen können, was spricht dagegen, vermehrt auch Jugendliche aus der Großregion für eine duale Ausbildung in der Region zu interessieren. Bisher liegt dieses Feld aus verschiedenen Gründen noch brach. Ein Grund ist sicher die mangelnde Information der ausländischen Jugendlichen, die diese Chance noch nicht ins Kalkül gezogen haben.

KEINE FORMALEN HÜRDEN VORHANDEN
Die IHK Trier bittet deshalb zunächst die Ausbildungsbetriebe – besonders die in den grenznahen Bereichen – mitzuteilen, ob sie gezielt an einer Ausbildung auch von luxemburgischen Jugendlichen interessiert sind. Parallel dazu laufen zurzeit Gespräche mit der Arbeitsagentur Trier sowie der luxemburgischen Arbeitsagentur, um Jugendliche aus Luxemburg stärker auf diese Möglichkeit hinzuweisen und geeignete junge Leute anzusprechen. Das Interesse der Unternehmen vorausgesetzt, möchte die IHK Trier mit der Arbeitsagentur eine Vermittlung von Azubi und Betrieb organisieren.

Im Prinzip bestehen keine formalen Hürden für die Aufnahme einer Ausbildung in Deutschland. Konkrete versicherungstechnische Fragen zur Aufnahme von Praktika im Vorwege einer Ausbildung werden zurzeit geklärt.

ZAHLREICHE ANGEBOTE FÜR 2013 BEREITS ONLINE ABRUFBAR
Die neue bundesweite Lehrstellenbörse der IHK Trier (www.ihk-lehrstellenboerse.de) steht natürlich auch für junge Interessenten aus der Großregion zur Verfügung. Zurzeit haben für die Region Trier schon rund 80 Unternehmen über 250 neue Angebote für das Jahr 2013 eingestellt. Die IHK weist Bewerber um einen Ausbildungsplatz noch einmal darauf hin, dass dies neben der Meldung bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur Trier ein gutes Instrument ist, um mit Unternehmen in Kontakt zu kommen.

Interessierte Unternehmen, die Jugendlichen aus Luxemburg hier in der Region Trier eine Ausbildungsmöglichkeit eröffnen wollen, werden gebeten, sich bei der IHK Trier (Elisabeth Glasner, Telefon: (06 51) 97 77-3 02; E-Mail: glasner@trier.ihk.de) zu melden. Dies gilt auch für interessierte Jugendliche aus Luxemburg, die die IHK jederzeit kontaktieren können. Interessieren würde die Kammer auch, ob es bereits Kontakte zwischen hiesigen Unternehmen und luxemburgischen Bewerbern gibt.

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