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IHK Trier


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Motiv: Vor zwei Tischen einer Außengastronomie steht eine Tafel mit dem Hinweis "Closed - Lockdown". (Foto: Mediaparts - stock.adobe.com)
(Foto: Mediaparts - stock.adobe.com)
  • 04.01.2022

    Rückschlag für Tourismus und Gastgewerbe

    Saisonumfrage Tourismus: Vielen Betrieben in der Region brechen Aufträge weg

  • Foto: Albrecht Ehses
    Wein & Tourismus

    Albrecht Ehses

    Tel.: (06 51) 97 77-2 01
    Fax: (06 51) 97 77-9 65
    ehses@trier.ihk.de

Die strengeren Corona-Maßnahmen haben massive Auswirkungen auf die Hotellerie und Gastronomie in der Region Trier, denn den Betrieben brechen die Aufträge weg. Auch das Reisegewerbe ist stark betroffen. Durch die Reisewarnungen und ständigen Anpassungen in den Zielgebieten sind die Reisenden stark verunsichert. Zu diesem Fazit kommt eine aktuelle Saisonumfrage Tourismus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier an der sich die Betriebe der Hotellerie und Gastronomie aus der Region Trier beteiligt haben.
 
Seit den Verschärfungen Anfang Dezember erleben die Betriebe demnach eine gewaltige Stornierungswelle. Viele können nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Jedes fünfte gastgewerblichen Unternehmen verzeichnet einen Umsatzrückgang von mehr als 25 Prozent im Vergleich zu vor der Pandemie.  Auch im Reisegewerbe sind bei mehr als 70 Prozent der Betriebe die Buchungen zurückgegangen.  
 
„Die Gäste sind aufgrund der aktuellen Lage sehr verunsichert, sagen Feierlichkeiten und Reisen ab“, erklärt IHK-Tourismusreferentin Anne Kathrin Morbach, „und die Betriebe stehen vor den umsatzstarken Feiertagen, mit nahezu leeren Auftragsbüchern da“. Mehr als die Hälfte der gastgewerblichen Betriebe erwarten laut Umfrage einen Nachfragerückgang, 40 Prozent rechnen mit weiteren Stornierungen durch die Gäste und jeder zweite Betrieb befürchtet außerdem eine Abwanderung der Mitarbeiter.
 
“Die Arbeitskräftesituation war schon vor der Pandemie die größte Sorge der Tourismusbetriebe. Mittlerweile belastet sie die Unternehmen dramatisch“, ergänzt Morbach. Für 71 Prozent der Gastronomiebetriebe stellt sie das größte Risiko der wirtschaftlichen Entwicklung dar. Die Folge: Der Mittagstisch wird gestrichen, die Öffnungszeiten gekürzt und zusätzliche Schließtage eingeführt. Auch um das bestehende Personal nicht zusätzlich zu belasten.
 
„Einige Betriebe bieten ihren Mitarbeitern bereits zusätzliche Anreize wie die Finanzierung von Weiter- und Fortbildungen, Gutscheine und Vergünstigungen oder flexible Arbeitszeiten. Trotzdem muss die Branche weiter an der Attraktivität und dem Image arbeiten. Nur so kann es gelingen, dass sich junge Leute für das Gastgewerbe begeistern lassen,“ sagt Morbach. Dieses Ziel verfolgt u.a. auch die Initiative „Working Family“ der IHK-Arbeitsgemeinschaft, die Hotellerie und Gastronomie in Rheinland-Pfalz anspricht, sich unter www.working-family.de aktiv zu beteiligen.
 
Eine weitere größere Herausforderung sehen zwei Drittel aller Betriebe in den steigenden Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffpreise und rechnen daher auch in der kommenden Saison mit Preissteigerungen.

Trotz der zugespitzten Lage blickt jeder dritte Betrieb optimistisch in die Zukunft und hofft auf eine bessere Saison im nächsten Jahr. Dennoch hinkt die Geschäftserwartung weit hinter dem Niveau von vor der Corona Pandemie. Grüne sind weiter bestehende und in Aussicht gestellte Restriktionen und Unsicherheiten bei Geschäfts- und Urlaubsreisen ins In- und Ausland.

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