Sprungmarken zu den wichtigsten Seitenabschnitten


Suche Hauptnavigation A-Z Übersicht Hauptinhalt Servicelinks


IHK Trier


Seitenkopf

Seitenhauptinhalt

Motiv: Ein Laptopbildschirm zeigt verschiedene Statistiken. Auf der Tastatur stehen ein Kuchendiagramm und ein aufsteigendes Säulendiagramm. (Foto: Maksym Yemelyanov - Fotolia.com)
(Foto: Maksym Yemelyanov - Fotolia.com)
  • 20.05.2021

    Konjunktur hat sich im Lockdown weiter erholt

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de

Die konjunkturelle Erholung der regionalen Wirtschaft hat sich seit Jahresbeginn in moderatem Tempo fortgesetzt – trotz des Lockdowns. Der IHK-Konjunkturklima-Indikator, der die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate wiedergibt, ist gegenüber Jahresbeginn um 4 Punkte auf nun 109 Zähler gestiegen. Er bewegt sich damit fast wieder auf Vorkrisenniveau, liegt aber noch unter dem langjährigen Durchschnittswert von rund 120 Punkten.

Wie bereits im Winter existieren ungewöhnlich große Unterschiede zwischen den Branchen: In der Industrie ist das Konjunkturklima gut (122 Punkte), ähnliches gilt für den Dienstleistungssektor (114 Punkte), während es im Handel weiterhin schlecht aussieht (83 Punkte). Die Werte basieren auf den Angaben von 184 Unternehmen mit mehr als 18.500 Beschäftigten, die sich an der bis zum 5. Mai laufenden Konjunkturumfrage der (IHK) Trier beteiligt haben.

„Wir beobachten, wie sich die regionale Wirtschaft langsam, aber stetig aus dem Corona-Tal herausarbeitet. Dabei sind die Branchen-Unterschiede extrem wie selten. Während es in der Industrie rund läuft und der Dienstleistungsbereich deutlich aufgeholt hat, setzte der Lockdown großen Teilen des Handels wirtschaftlich arg zu“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer die wichtigsten Umfrage-Ergebnisse zusammen.

Laut der IHK machen 41 Prozent der Unternehmen gute und 39 Prozent befriedigende Geschäfte. Nur ein Fünftel der Befragten klagt über einen schleppenden Geschäftsverlauf – vor einem Jahr war es noch ein Drittel.

„Das sind zwar ganz ordentliche Durchschnittswerte, die Konjunktur ist aber sehr gespalten. Bei den Vorleistungsgüter-Produzenten und im Baugewerbe gibt es, wie bereits im Winter, viele zufriedene Gesichter und es werden kaum schlechte Geschäfte gemeldet. Ganz anders sieht es in weiten Teilen des Einzelhandels und im Kfz-Handel aus, wo die Lage auch im Frühjahr sehr angespannt war“, erläutert IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt.

Zurückhaltender als ihre momentane wirtschaftliche Lage schätzen die Unternehmen die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate ein. Optimisten und Pessimisten halten sich hier die Waage, wobei Industrie und Dienstleistungssektor von weiter anziehenden Branchenkonjunkturen ausgehen, während der Einzelhandel sich skeptisch zeigt.

„Es gibt wieder mehr Positives zum regionalen Konjunkturgeschehen zu berichten: Die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen sind nun mit einem Pluszeichen versehen. Das ist ein deutliches Indiz, dass es in den Sommer hinein weiter aufwärts gehen dürfte“, prognostiziert Schmitt.

Besonders rund läuft es im produzierenden Gewerbe. Dort berichten 51 Prozent der Betriebe von guten, 35 Prozent von befriedigenden und nur 14 Prozent von schlechten Geschäften. Die Kapazitätsauslastung liegt laut der IHK über dem saisonalen Durchschnitt: Die Zahl der Auftragseingänge hat in den vergangenen drei Monaten zugenommen.

„Die Exportaussichten haben sich ebenfalls deutlich aufgehellt, so dass in der Industrie mittlerweile meist keine krisentypischen Nachfrageprobleme mehr herrschen, sondern – ganz im Gegenteil – Wachstumsschmerzen auftreten. Es mangelt an Rohstoffen, die Preise hierfür gehen durch die Decke und zunehmend berichten die Firmen auch wieder von fehlenden Fachkräften“, sagt Schmitt.

„Für viele regionale Unternehmen war der Lockdown ein dornenreicher Weg. Mit den vereinbarten Öffnungsmöglichkeiten in Rheinland-Pfalz bei Inzidenzwerten unter 100 ist eine wichtige Voraussetzung für ein spürbares Wirtschaftswachstum auf breiterer Front im weiteren Jahresverlauf geschaffen. Wir sind daher zuversichtlich, was die Konjunkturaussichten angeht“, sagt Jan Glockauer.

Seitenfuß