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01.05.2021

Wie Unternehmen leichter Aufträger erhalten

Vereinfachtes Vergaberecht bis zum Jahresende soll Konjunktur beflügeln

Die Corona-Krise stellt die deutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen. In vielen Unternehmen sind große Teile des Umsatzes weggebrochen. Die Nachfrage ist zurückgegangen, und langjährige Geschäftspartner oder Lieferbeziehungen sind weggefallen.
Öffentliche Aufträge bieten Unternehmen die Chance, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und Umsätze zu generieren. Der Beschaffungskatalog öffentlicher Auftraggeber umfasst Produkte und Leistungen nahezu aller Wirtschaftszweige, so dass eine Vielzahl von Unternehmen für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen in Frage kommt.

Wertgrenzen temporär erhöht
Die Bundesregierung hat für 2020 und 2021 ein umfangreiches „Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket“ auf den Weg gebracht. Mit ihm sollen Wirtschaft und Konsum der Bürger wieder angekurbelt und eine schwere Rezession infolge der Corona-Pandemie abgewendet werden.
Damit die im Corona-Konjunkturpaket vorgesehene Investitionsförderung schnell und unbürokratisch in konkrete Projekte umgesetzt werden kann, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Juli 2020 temporäre vergaberechtliche Erleichterungen zur beschleunigten Vergabe öffentlicher Aufträge durch die Bundesverwaltung bekanntgegeben. Sie gelten noch bis Ende 2021.
Auch auf Bundesland-Ebene gibt es vergaberechtliche Vereinfachungen. Es werden vor allem die Wertgrenzen für beschränkte Ausschreibungen und freihändige Vergaben erhöht. In Rheinland-Pfalz dürfen Bauleistungen nach der VOB/A bis zu einer Millionen Euro (ohne Umsatzsteuer) im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung vergeben werden. Eine freihändige Vergabe ist bis zu 100 000 Euro (ohne Umsatzsteuer) möglich.
Liefer- und Dienstleistungen nach der VOL/A dürfen bis 100 000 Euro (ohne Umsatzsteuer) beschränkt oder freihändig vergeben werden. Die Grundsätze des Wettbewerbs, der Transparenz sowie der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit müssen dennoch beachtet werden. Die Wertgrenzen-Erhöhung gilt für Rheinland-Pfalz noch bis zum 31. Dezember 2021. In dieser Zeit haben Unternehmen vereinfachten Zugang zu öffentlichen Aufträgen.

Recherchedienst für öffentliche Aufträge
Damit Unternehmen einen besseren Zugang zu Auftragschancen haben, unterstützt das bei der EIC Trier GmbH angesiedelte Auftragsberatungscentre Rheinland-Pfalz Unternehmen bei der Recherche nach öffentlichen Ausschreibungen. Täglich suchen die EIC-Mitarbeiter in allen wichtigen Print- und Online-Medien aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Luxemburg, Lothringen und Wallonien nach relevanten Ausschreibungen.
Hierbei handelt es sich um mittelstandsfreundliche Ausschreibungen unterhalb der EU-Schwellenwerte. Die Bekanntmachungen werden in einer elektronischen Liste redaktionell aufbereitet und nach Branchen sortiert. Alle relevanten Informationen wie Angebotsfrist und ausgeschriebene Gewerke sind sofort ersichtlich. Auf Wunsch kann für französische Bekanntmachungen von Ausschreibungen eine deutsche Übersetzung angefordert werden.
Das EIC bietet Unternehmen auch Zugang zu den Ausschreibungen oberhalb der EU-Schwellenwerte. Mit Hilfe einer Filtersoftware wird die europaweite TED-Datenbank unternehmensspezifisch ausgewertet. Täglich werden darin circa 500 bis 600 neue Ausschreibungen für Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge veröffentlicht.
Für die regional tätigen Unternehmen kann die TED-Datenbank-Recherche auf die Länder der Großregion eingegrenzt werden. Es gibt die Möglichkeit, den Recherchedienst im Probeabonnement kennenzulernen. Nähere Informationen: http://www.eic-trier.de - Öffentliche Aufträge in Europa.
Dazu unterstützt ein Beratungsangebot Unternehmen in allen Phasen des Ausschreibungsverfahrens. Es umfasst Informationen zu den formalen Anforderungen einer Ausschreibung und den einzureichenden Dokumenten, Hinweise zur Vermeidung typischer Fehlerquellen bei der Angebotsabgabe und zu den Möglichkeiten, sich im Rahmen des Bieterschutzes zu wehren.

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