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IHK Trier


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Motiv: Ein Straßenschild mit dem Hinweis "Industriegebiet" zeigt nach rechts. (Foto: Thewalt)
(Foto: Thewalt)
  • 07.09.2022

    Produzierendes Gewerbe in der Region sieht hiesigen Standort leicht im Hintertreffen 

    IHK-Umfrage zum Industriestandort Region Trier: Unternehmen vergeben ein "voll befriedigend"

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de

In einer Unternehmensumfrage von IHK, HWK und IRT aus dem Jahr 2021 hatten sich die Industrieunternehmen hinsichtlich der hiesigen Standortattraktivität etwas kritischer geäußert als die Vertreter anderer Branchen. Diese Bewertung wird durch eine aktuelle IHK-Umfrage unter Firmen des Produzierenden Gewerbes bestätigt: Sie vergeben im Durchschnitt die Schulnote 2,7 für den hiesigen Industriestandort. 12 Prozent bewerten ihn etwas besser als die Standorte wichtiger Wettbewerber, jedoch 41 Prozent etwas schlechter -  5 Prozent sogar deutlich schlechter und nur 1 Prozent deutlich besser. An der Befragung haben sich mehr als 100 Unternehmen des Produzierenden Gewerbes mit rund 10 000 Beschäftigten beteiligt.

"Die Industrie ist eine Leitbranche für die regionale Wirtschaft und steht wie keine andere im internationalen Wettbewerb. Wenn sie sich hinsichtlich der Standortattraktivität unzufriedener äußert als Unternehmer anderer Branchen, ist das für uns ein Grund näher hinzuschauen, woran dies liegen könnte, und an Verbesserungen zu arbeiten", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer.

Negativer als vor einem Jahr bewerten die regionalen Industrieunternehmen die aktuellen Rahmenbedingungen für die Rekrutierung von Fachkräften (Note 4,5), und auch bei der Durchführung von Genehmigungsprozessen (Note 3,7) sehen sie Verbesserungsbedarf. "Besser sind die Rahmenbedingungen offenbar für die Durchführung von Investitionsmaßnahmen, die Vernetzung mit anderen Unternehmen und den Hochschulen sowie den Know-how-Transfer, die jeweils mit 2,9 bewertet werden. Aber auch da ist augenscheinlich noch Luft nach oben", ergänzt IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt.

Auch die längerfristigen Entwicklungsperspektiven in Bezug auf die Sicherung einer leistungsfähigen Fachkräftebasis werden von den Unternehmen mit einer 4,0 skeptisch eingeschätzt. Optimistischer zeigt sich der Industriesektor im Hinblick auf die perspektivische Stärkung der Innovationsfähigkeit und den Ausbau der Wertschöpfung in der Region Trier, die von den Umfrageteilnehmern jeweils ein "voll befriedigend" erhalten.

"Eine Reihe der an unserer Umfrage teilnehmenden Unternehmen klagen über zu viel Bürokratie, wünschen sich verlässlichere rechtliche Rahmenbedingungen und eine noch stärkere Unterstützung durch Politik und Verwaltung vor Ort", zitiert Schmitt aus den Befragungsergebnissen.

Die in Wirtschaft und Gesellschaft intensiv diskutierten ökonomischen Folgen der Energiewende werden vom regionalen Produzierenden Gewerbe sehr unterschiedlich beurteilt. So glauben 22 Prozent der Befragten, die Energiewende bringe dem Unternehmen mehr Vor- als Nachteile, für 47 Prozent gleichen sich diese mehr oder weniger aus, wohingegen für 31 Prozent die Nachteile überwiegen. Dennoch sprechen sich 39 Prozent der Befragten für eine Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz aus, 16 Prozent zeigen sich diesbezüglich skeptisch und 45 Prozent nehmen eine mittlere Position ein. 

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