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  • 01.11.2023

    Fachkräfteeinwanderung wird neu geregelt

    Wie der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleitert werden soll

  • Foto: Hanna van de Braak
    Ausbildung

    Hanna van de Braak

    Tel.: 0651 9777-360
    Fax: 0651 9777-305
    vandebraak@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.11.2023 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Der Fachkräftemangel ist in Deutschland ein anhaltendes und drängendes Problem. Aufgrund der demografischen Entwicklungen und des steigenden Bedarfs in verschiedenen Branchen fehlen qualifizierte Arbeitskräfte in vielen Bereichen. Dies betrifft nicht nur traditionell gefragte Berufsfelder wie Ingenieurwesen und Gesundheitswesen, sondern zunehmend auch weitere Felder wie beispielsweise der digitale- und Technologiesektor. Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen, was sich negativ auf die Produktivität und das Wirtschaftswachstum auswirken kann. Um dieser Herausforderung zu begegnen, sind verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, darunter auch die Erleichterung der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG).
Das Ziel des neuen Gesetzes besteht darin, die Zuwanderung von Fachkräften, Expertinnen und Experten aus sogenannten Drittstaaten – also Ländern außerhalb der EU – zu erleichtern. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die durch demografische Entwicklungen bedingte Fachkräftelücke in Deutschland zu verkleinern.

Im Folgenden möchten wir Ihnen die drei Säulen der Fachkräfteeinwanderung mit den geplanten gesetzlichen Neuerungen vorstellen, die sukzessive ab November in der Praxis umgesetzt werden sollen:

Qualifikation

Zusätzlich zu den erleichterten Kriterien für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis für Fachkräfte und der Senkung der Lohngrenze für die Blaue Karte EU, gibt es eine weitere entscheidende Änderung: Wenn die Qualifikation der Fachkraft vergleichbar zu einem deutschen Ausbildungsabschluss oder Studium liegt, steht ihr die Möglichkeit offen, in Deutschland in einem Beruf ihrer Wahl zu arbeiten. Eine wesentliche Voraussetzung für diese Säule ist die Anerkennung der ausländischen Qualifikation in Deutschland.

Erfahrung
Mit Berufserfahrung gibt es nun eine weitere Möglichkeit der Einreise und Beschäftigung: Personen aus Drittstaaten, die den Status einer Fachkraft erhalten möchten, müssen mindestens über zwei Jahre Berufserfahrung und einen im Herkunftsland staatlich anerkannten Ausbildungsabschluss verfügen. Für sie gilt in Deutschland ein Mindestgehalt von aktuell etwa 40.000 € pro Jahr. Zusätzlich gibt es die Option bereits zur Durchführung eines Anerkennungsverfahrens einzureisen und bereits im Rahmen einer Anerkennungspartnerschaft bei einem Arbeitgeber in Deutschland in Vollzeit zu arbeiten.

Potenzial
Durch eine Chancenkarte soll die Einreise zur Arbeitssuche erleichtert werden. Potenzielle Arbeitskräfte, die nach Deutschland kommen möchten, können sich vor Ort in Deutschland auf Jobsuche oder auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz begeben, wenn sie eine bestimmte Punktezahl erreichen. Die Kriterien, nach denen Punkte vergeben werden, umfassen Qualifikation, Deutsch- und Englischkenntnisse, Berufserfahrung, Verbindung zu Deutschland, Alter und das Potenzial der Lebens- oder Ehepartnerinnen oder -partner.


Welcome Center der IHK Trier

Bei Fragen rund um die Themen wie Einreise und Aufenthalt, Informationen zu Sprachkursangeboten, Rekrutierung im Ausland oder Aufbau einer betrieblichen Willkommenskultur unterstützen Sie unsere Ansprechpartner des Welcome Centers. Die Welcome Center Rheinland-Pfalz bei den Industrie- und Handelskammern sind ein Service für internationale Fachkräfte und rheinland-pfälzische Unternehmen. Die gemeinsame Initiative der Industrie- und Handelskammern und der Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, internationale Fachkräfte, die in Rheinland-Pfalz arbeiten möchten oder bereits hier sind, bei ihrem Neustart zu unterstützen.

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