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Motiv: Vor den Umrissen Chinas steht ein goldener Drache. (Foto: mui7711-Fotolia.com)
(Foto: mui7711-Fotolia.com)
  • 08.07.2024

    DIHK: Eskalation im Handelskonflikt mit China vermeiden

  • Foto: Jan Heidemanns
    International

    Jan Heidemanns

    Tel.: 0651 9777-230
    Fax: 0651 9777-205
    heidemanns@trier.ihk.de

Dass die EU-Kommission nun vorläufig zusätzliche Einfuhrzölle auf E-Autos aus chinesischer Produktion verhängt hat, wird nach Einschätzung von Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), „auch für die deutsche Wirtschaft nicht folgenlos bleiben".

Gemeinsam nach Lösungen suchen
Die Aufschläge auf den Import chinesischer Elektroautos sollen je nach Hersteller zwischen 17,4 und 37,6 Prozent liegen und zusätzlich zum bisherigen Einfuhrzoll gelten – laut EU-Kommission für eine Dauer von höchstens vier Monaten.
Mit Gegenmaßnahmen Chinas drohten auch deutschen Betriebe neue Handelshemmnisse, warnt Wansleben. „Jetzt ist es entscheidend, die negativen Auswirkungen auf deutsche Unternehmen so gering wie möglich zu halten und am Verhandlungstisch weiterhin gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um eine weitere Eskalation im Handelskonflikt zu vermeiden."

Es sei richtig, dass die EU chinesische Wettbewerbsverzerrungen konsequent angehe, stellt der DIHK-Hauptgeschäftsführer klar. Denn diese würden auch immer mehr zum Problem für hiesige Unternehmen. „Aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist es allerdings wichtig, bei handelspolitischen Antworten mit Bedacht vorzugehen und negative Auswirkungen auf den heimischen Standort zu minimieren."

Ausgleichszölle sind Ultima Ratio

Es gelte, „eine Balance zwischen notwendigen Schutzinteressen und der für unsere Exportwirtschaft wichtigen Offenheit zu wahren", mahnt Wansleben. „Handelspolitische Schutzinstrumente wie Ausgleichszölle sind dabei die Ultima Ratio und sollten es auch bleiben."

Neben defensiven Instrumenten sei es aber „vor allem wichtig, dass die EU offensiver Handelsabkommen abschließt, die unseren Unternehmen Marktzugang in anderen Regionen wie Lateinamerika oder Indopazifik ermöglichen", so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. „Das gilt sowohl für den Import als auch für den Export. Darüber hinaus sollte Europa als Industriestandort gestärkt werden, um im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben."


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