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IHK Trier


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 (Foto: OpenStreetMap contributors, GeoBasis-DE/BKG 2018)
(Foto: OpenStreetMap contributors, GeoBasis-DE/BKG 2018)
  • Ausbau der Moselschleusen

  • Foto: Wilfried Ebel
    Standortpolitik

    Wilfried Ebel

    Tel.: 0651 9777-920
    ebel@trier.ihk.de

  • Projektbescheibung

    Ein modernes Binnenschiff ersetzt 150 Lkw. Angesichts eines steigenden Güterverkehrsaufkommens und zunehmend verschärfter Klimaschutzziele, gewinnt daher die Wasserstraße und das Binnenschiff weiter an Bedeutung. Während die Schiffbarkeit des Rheins in den zurückliegenden Jahren immer wieder durch Extremwasserereignis-se eingeschränkt wird und daher die Rufe nach einer Rheinvertiefung zwischen Mainz und St. Goar lauter werden, stellen auf der Mosel die in die Jahre gekommenen Schleusen mit meist nur einer Schleusenkammer einen zunehmenden Engpass und Unsicherheitsfaktor für die Fracht- und Personenschifffahrt dar. Wie der Unfall an der Moselschleuse Müden im Dezember 2024 deutlich gezeigt hat, reicht der Ausfall einer der über 60 Jahre alten und reparaturbedürftigen Schleusen für ein Lahmlegen des kompletten Durchgangsverkehrs. Als eine der bedeutendsten Binnenwasserstraßen Europas, muss damit die Erweiterung aller zehn deutschen Moselschleusen um eine zweite, zeitgemäß dimensionierte Kammer vorrangiges Ziel sein. Nur so kann eine auf die Zukunft gerichtete Leistungssteigerung der Europäischen Wasserstraße Mosel gelingen. Neben dem bereits erfolgten Ausbau der Schleusen Zeltingen, Fankel und Trier muss daher umgehend mit der bereits planfestgestellten Schleuse Lehmen auch die Erweiterung der noch fehlenden sieben Schleusen fortgesetzt werden. Da mit Blick auf die Lebensdauer der Schleusen (80-100 Jahre) ab 2040 mit der Notwendigkeit einer Grundsanierung (bis zu einem Jahr unter Vollsperrung), muss ein Ausbau dringend davor erfolgen.


  • Sachstand

    Nach erfolgten Ausbau der Moselschleusen Zeltingen, Fankel und Trier ist der Ausbau der Moselschleuse Lehmen geplant. Trotz bereits seit Jahren vorliegendem Planfeststellungsbeschluss stockt allerdings bisher die Realisierung.
  • Aktivitäten

    • Zweite Moselschleusen sind fester Bestandteil der IHK-Forderungspapiere, unter anderem auch Bestandteil des IHK-Verkehrsleitbilds der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz
    • Zahlreiche Politikgespräche und regelmäßiger  Austausch mit WSA zum Stand der Umsetzung und möglichen Beschleunigung des Schleusenausbaus.
    • Im Nachgang zum Unfall an der Moselschleuse Müden umfassende Pressearbeit zum Thema Moselschleusen
    • 2025 Erstellung und Veröffentlichung eines gemeinsamen Faktenpapiers Moselschleusen der IHKs Koblenz, Trier und Saarland
    • 2025 Gespräch der drei IHKs mit dem neuen Leiter des WSA Mosel-Saar-Lahn zur weiteren Umsetzung


  • Forderungen

    • Die Betriebssicherheit bei Schadensereignissen ist durch die ständige Verfügbarkeit von Ersatzteilen, wie beispielsweise Torrohlingen für die verschiedenen Moselschleusentypen, sicherzustellen.
    • Die Bauarbeiten für die seit Jahren planfestgestellte zweite Kammer in Lehmen und die Planungen der übrigen Anlagen sind zu beschleunigen.
    • Zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen sind bereitzustellen, um den Ausbau der fehlenden zweiten Schleusenkammern effizient voranzutreiben und bis spätestens 2040 abzuschließen. Zudem sind die erforderlichen Finanzmittel überjährig und unabhängig von Legislaturperioden verbindlich bereitzustellen.
    • Der Ausbau der Moselschleusen ist prioritär zu behandeln. Der Moselschleusenausbau ist hierzu auch im Bundesverkehrswege- und Mobilitätsplan 2040 als Projekt mit vordringlichem Bedarf einzustufen um rechtzeitig vor der bauartbedingten Grunderneuerung der alten Kammern mit längeren Sperrzeiten eine zweite Kammer zu errichten.

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