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Strukturen des tertiären Sektors

Strukturwandel im Dienstleistungssektor

Seit Jahrzehnten sind tiefgreifende Strukturveränderungen in der deutschen Volkswirtschaft zu verzeichnen. Der tertiäre Sektor (Dienstleistungssektor) gewinnt zunehmend an Bedeutung, während Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei (primärer Sektor) und das Produzierende Gewerbe (sekundärer Sektor) an Gewicht verloren haben.

Zum Dienstleistungssektor zählen folgende Wirtschaftsabschnitte:
  • Handel (Wirtschaftsabschnitt G),
  • Gastgewerbe (H),
  • Verkehr und Nachrichtenübermittlung (I),
  • Kredit- und Versicherungsgewerbe (J),
  • Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (K),
  • Gebietskörperschaften und Sozialversicherung (L),
  • Erziehung und Unterricht (M),
  • Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (N) sowie
  • Sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen (O).
Kennzeichnend für die Strukturveränderungen ist u. a. ein erheblicher Anstieg der Erwerbstätigkeit im Dienstleistungssektor. Waren z. B. 1970 knapp 45 % der 26,6 Millionen Erwerbstätigen im früheren Bundesgebiet im Dienstleistungssektor tätig, so waren es fast vier Jahrzehnte später in Deutschland rund 72 % von 39,8 Millionen Erwerbstätigen.

Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe an den Erwerbstätigen insgesamt um 21 Prozentpunkte.