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01.11.2017

Regionale Wirtschaft boomt

Unternehmen wollen verstärkt in Kapazitätsausweitungen investieren

Die Wirtschaft der Region Trier befindet sich in einem robusten Konjunkturaufschwung. Der IHK-Konjunkturklimaindikator ist gegenüber der Vorumfrage um neun Punkte auf aktuell 129 Punkte gestiegen. Damit bewegt er sich im „Boom-Bereich“. Hierbei zeigen sich alle drei großen IHK-Branchen, also Industrie, Handel und Dienstleister, gleichermaßen positiv gestimmt. Im Handel- und Dienstleistungssektor hat sich das Konjunkturklima in den vergangenen Monaten deutlich aufgehellt. An der IHK-Befragung beteiligten sich diesmal mehr als 150 Unternehmen mit 21 000 Beschäftigten.

Glänzende Geschäfte
Die aktuelle Geschäftslage wird von den befragten Unternehmen sehr positiv eingeschätzt. 51 Prozent berichten von guten, 44 Prozent von befriedigenden und lediglich fünf Prozent von schlechten Geschäften. Der entsprechende Lagesaldo aus Positiv- und Negativvoten hat sich gegenüber der Frühjahrsumfrage von +30 auf aktuell +46 Prozentpunkte deutlich verbessert. Hierzu hat eine positive Umsatzdynamik in den vergangenen zwölf Monaten beigetragen. Auch der Blick in die Zukunft ist von Zuversicht geprägt. Für die kommenden zwölf Monate sind 23 Prozent der Befragten optimistisch und lediglich neun Prozent pessimistisch gestimmt. Dies gilt für Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe gleichermaßen.

Boom treibt Investitionen

37 Prozent der Betriebe wollen in den nächsten zwölf Monaten mehr Geld für Investitionen ausgeben, 52 Prozent ihr Investitionsengagement konstant halten und lediglich elf Prozent planen, dieses einzuschränken. Damit bewegen sich die betrieblichen Investitionsplanungen auf einem ungewöhnlich hohen Niveau, was als klares Zeichen für das Vertrauen der Unternehmen in einen kräftigen und stabilen Aufschwung zu werten ist. So passt es auch ins Bild, dass derzeit 38 Prozent der Befragten in die Ausweitung der Produktionskapazitäten investieren will; vor einem Jahr waren es lediglich 26 Prozent. Parallel zu den Investitionsplanungen gestalten sich die Beschäftigungsabsichten beinahe ebenso expansiv. Diese treffen aber auch auf einen zunehmend „leergefegten“ Arbeitsmarkt, sodass mittlerweile 61 Prozent der regionalen Unternehmen den Fachkräftemangel als wichtigen Risikofaktor für ihre wirtschaftliche Aktivität identifizieren. Mit einem Anteil von je rund einem Drittel deutlich weniger häufig werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Arbeitskosten sowie die Energie- und Rohstoffpreise als Risiken genannt.

Industriekonjunktur läuft auf Hochtouren
Die regionale Industrie floriert. Mehr als die Hälfte der Betriebe berichtet von guten und nur drei Prozent von schlechten Geschäften. Besonders zufrieden zeigen sich derzeit die Investitionsgüterproduzenten und das Baugewerbe. Auch die Zukunftsaussichten sind von deutlichem Optimismus geprägt. 22 Prozent der Industrieunternehmen erwarten mittelfristig bessere und nur neun Prozent schlechtere Geschäfte. Aktuell berichten 56 Prozent der Firmen aus dem produzierenden Gewerbe von einer überdurchschnittlich hohen Auslastung ihrer Produktionskapazitäten; nur drei Prozent beklagen eine Unterauslastung. Hierzu hat eine weiterhin positive Umsatz- und Auftragseingangsdynamik beigetragen: 43 Prozent der Industriebetriebe verzeichneten in den vergangenen drei Monaten steigende Auftragseingänge und lediglich zwölf Prozent rückläufige. Mittlerweile erfreut sich die Hälfte aller Befragten überdurchschnittlicher Auftragsbestände und nur jeder zwanzigste beklagt Lücken in den Orderbüchern. Auch im Hinblick auf die Exportaussichten dominiert der Optimismus. Mehr als ein Drittel der exportierenden Unternehmen geht für die nächsten zwölf Monate von steigenden Ausfuhrkennziffern aus, während nur sechs Prozent sinkende Absatzzahlen im Ausland befürchten.



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: November 2017




Autor

Matthias Schmitt
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