Offizielles Internetangebot der IHK Trier


01.04.2018

Mit Augenmaß reagieren

Standpunkt von Peter Adrian, Präsident der IHK Trier

Trump verhängt Strafzölle auf Stahl und Aluminium! EU plant Gegenmaßnahmen! Trump droht mit Strafzöllen für BMW und Mercedes! Zurzeit vergeht kaum ein Tag ohne Schlagzeilen bezüglich der Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU. In der Luft liegt eine Spirale an Strafzöllen, das Thema schaukelt sich immer weiter hoch. Keiner weicht zurück.

Bei all dem Trubel sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass offene Märkte und freier Handel der beste Weg sind, um Wohlstand zu fördern. Das gilt hüben wie drüben. Nicht umsonst wurden in der Vergangenheit gemeinsam Marktbarrieren beseitigt und Handelshemmnisse aus dem Weg geräumt. Aus gutem Grund befürwortete auch die IHK den Abschluss eines Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP). Auch wenn dieses derzeit in ganz weite Ferne gerückt ist.

Wichtig ist, dass die EU mit Augenmaß auf die verabschiedeten und angekündigten US-Strafzölle reagiert und sich an die Regeln der Welthandelsorganisation WTO hält. Ein „Wer ist der Stärkere?“ bringt auf Dauer niemanden weiter. Vermeiden wir es, in Richtung Handelskrieg zu schlittern. In solch einem gäbe es nur Verlierer!



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Standpunkt
Ausgabe: April 2018