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01.10.2017

Bestens für die Zukunft gerüstet: 30 Jahre FZH

Wer in der Metallbranche mit dünnwandigen Rohren arbeitet, der kommt an dem Eifeler Unternehmen FZH-Maschinenbau GmbH kaum vorbei. Vor 30 Jahren gründete Georg Heinz das Unternehmen in seinem Heimatort Großkampenberg. Im Portfolio: die Fertigung von Zulieferteilen für Firmen im Bereich Sondermaschinenbau in der Textil- und Militärindustrie. Seitdem hat sich einiges getan. 17 Mitarbeiter beschäftigt Heinz mittlerweile und kann mit ruhigem Blick in die Zukunft schauen: „Nach 30 Jahren fragt man sich natürlich: Wie geht es weiter? Ich freue mich, dass mit meinem Sohn Philipp die nächste Generation ins Unternehmen eingestiegen ist. Seit Anfang des Jahres hat er die Leitung der Konstruktionsabteilung inne“, berichtet Heinz.

Und Sohn Philipp, studierter Maschinenbauer, kann sich direkt an einem Großauftrag beweisen, den FZH im März an Land ziehen konnte und dessen erfolgreiche Auslieferung nun ansteht: Innerhalb eines halben Jahres hat FZH eine Sondermaschine konstruiert, gefertigt und programmiert, mit der dünnwandige Rohre automatisch getrennt werden. Der Prozess wird mittels Kameratechnik gesteuert. Das heißt, Kameras erkennen Markierungen an den Rohren, anhand derer die Rohre automatisch weiterverarbeitet werden.

Mit der Spezialisierung auf den Sondermaschinenbau zum Trennen dünnwandiger Rohre hat FZH eine Marktnische für sich entdeckt und erfolgreich besetzt. „Wir sind europaweit das einzige Unternehmen, das Maschinen herstellt, die sehr dünne Rohre so flexibel trennen können“, sagt Georg Heinz. „Wir sprechen hier von Wandstärken von 0,1mm bis 2,5mm. Unsere Maschinen sind dank ihrer Software auf verschiedene Rohrgrößen einstellbar – das macht sie so wertvoll.“ So erstaunt es nicht, dass die Kunden von FZH im Bereich Sondermaschinenbau weltweit vertreten sind: Von den Niederlanden über Luxemburg und Tschechien bis nach Südafrika liefern Heinz und sein Team ihre individuellen Maschinen.

Regional ist FZH momentan noch stärker im Bereich der Lohnfertigung bekannt, dem ursprünglichen Fachgebiet des Unternehmens. Seit Ende der 90er-Jahre besitzt Heinz zudem die Erlaubnis, waffentechnische Teile herzustellen, mittlerweile hat er hierfür 14 verschiedene Genehmigungen. Insbesondere der Luxusbereich für Jagdwaffen hat sich herauskristallisiert. Parallel zur Entwicklung des Sondermaschinenbaus hat Heinz daher ein Schießkino eingerichtet, das von rund 3000 Besuchern jährlich genutzt wird: für jagdliche und behördliche Schießübungen bis hin zu Junggesellenabschieden und Erlebnistouren von Jochen Schweitzer. Versorgt werden die Gäste im dazugehörigen Gastraum. 2015 hat Heinz seine Firma aufgrund der beiden Entwicklungswege gesplittet – in die Bereiche Maschinenbau und Waffen. Für die Zukunft haben Vater und Sohn eine klare Vorstellung: „Der Maschinenbau liegt uns besonders am Herzen. Auf lange Sicht möchten wir die Bereiche Lohnfertigung und Sondermaschinenbau zu gleichen Anteilen verfolgen.“



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Unternehmensnotizen
Ausgabe: Oktober 2017




Autor

Cornelia Fetzer
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