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Auslandsaufenthalte für Azubis

Erasmus ist nur für Studenten? Falsch! Die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) im Jahre 2005 ermöglicht es Auszubildenden, bis zu einem Viertel der Berufsausbildung in einem Betrieb oder an einer Berufsschule im Ausland zu verbringen. Der Auslandsaufenthalt kann in Form eines Praktikums in einem Unternehmen oder einer Weiterbildung an einer berufsbildenden Einrichtung durchgeführt werden. Dabei gilt es, einige Dinge zu beachten:

  • Zusatzvereinbarung zum Ausbildungsvertrag
    Zunächst muss der Ausbildungsbetrieb dem Vorhaben zustimmen. Dazu wird eine Zusatzvereinbarung zum Ausbildungsvertrag vom Auszubildenden sowie vom Unternehmen unterschrieben. Diese Zusatzvereinbarung dient als Nachweis für die Freistellung des/der Auszubildenden für den Auslandsaufenthalt und als Beleg dafür, dass es sich um einen ausbildungsintegrierten Lernabschnitt handelt.
    Die Dauer, das Zielland, das aufnehmende Unternehmen bzw. die aufnehmende Einrichtung, Art und Ziele des Auslandsaufenthaltes müssen ebenfalls bestimmt werden.
  • Einverständniserklärung der Berufsschule
    Findet das Praktikum während der Unterrichtszeit statt, muss die Berufsschule eine Einverständniserklärung zur Befreiung vom Unterricht unterzeichnen.
    • Versicherung
      Zudem muss sichergestellt werden, dass der/die Auszubildende im Ausland versichert ist. Da der Auslandsaufenthalt Teil der Ausbildung ist und die Ausbildungsvergütung weiterhin gezahlt wird, besteht auch im Ausland der Schutz der deutschen Sozialversicherung. Die Krankenkasse kann dies durch die Entsendebescheinigung bestätigen. Darüber hinaus ist eine zusätzliche Auslandsversicherung zu empfehlen.

    • Förderung
      Für finanzielle Unterstützung ist ebenfalls gesorgt. Die EU fördert die internationalen Vorhaben der Auszubildenden im EU-Ausland unter dem Programm Erasmus+. Die Höhe der Fördergelder richtet sich nach dem Zielland und der Dauer des Praktikums. Zusätzlich gibt es eine Reisekostenpauschale, die von der Entfernung des Zielortes abhängt. Die Bewerbung um Fördergelder erfolgt bei sogenannten Pool-Projekten, die die finanzielle Unterstützung direkt an die Auszubildenden auszahlen.

    • Europass
      Nach Abschluss des Auslandspraktikums erhält der/die Auszubildende den Europass, in dem die Eckdaten des Praktikums und die Praktikumsinhalte festgehalten werden.

    • Unterstützung bei der Vorbereitung
      Bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung eines Auslandsaufenthalts unterstützen und beraten wir Sie gerne.

    Merkblätter mit den wichtigsten Informationen, Formulare, Musterverträge sowie die Fördertabelle der Erasmus+-Gelder finden Sie rechts unter Downloads.


Ansprechpartner

Alexandra Lossjew
Ausbildung
Tel.: (06 51) 97 77-3 60
Fax: (06 51) 97 77-3 05
E-Mail: lossjew@trier.ihk.de