Offizielles Internetangebot der IHK Trier


TTIP, Freihandelsabkommen, EU, USA, IHK Trier
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TTIP: Wie sind die Fakten?

Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) ist ein mögliches Handelsabkommen, das zurzeit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten ausgehandelt wird. Die EU hat zahlreiche Dokumente zum aktuellen Verhandlungsstand sowie ihre Positionen zu einzelnen Sektoren (unter anderem Kultur, Finanzdienstleistungen, Chemikalien, Kosmetik, pharmazeutische Produkte, Textilien, etc.) veröffentlicht: http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/ttip/.

Konkret geht es um drei zentrale Elemente:
  • Marktzugang (Abbau von Zollschranken für Güter und Beschränkungen für Dienstleistungen, verbesserter Zugang zum öffentlichen Beschaffungsmarkt und für Investitionen)
  • Regulatorische Zusammenarbeit (Abbau unnötiger regulativer Barrieren wie bürokratische Doppelanforderungen)
  • Gemeinsame Herausforderungen und Chancen im Welthandel des 21. Jahrhunderts (unter anderem Rechte des geistigen Eigentums, Handel und nachhaltige Entwicklung)
In der Praxis heißt das:
Wenn ein Auto beispielsweise in der EU bereits den Sicherheitsnormen entspricht und zugelassen ist, muss es in den USA einem weiteren Zulassungsverfahren unterzogen werden - obwohl die Sicherheitsstandards in beiden Ländern sehr ähnlich sind. Von einer Anpassung oder Anerkennung würden die Unternehmen enorm profitieren. Dies zeigt der Artikel „Europa braucht das Freihandelsabkommen – auf Augenhöhe mit dem Chlorhühnchen“ aus der Wirtschaftswoche vom 26. Mai 2014. Auch die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht eine Reihe zum Thema TTIP.

Position der IHK-Organisation
Der DIHK-Vorstand hat in seiner Sitzung vom 4. Juni 2014 eine Position zum TTIP beschlossen: Das TTIP sei eine "starke Partnerschaft für die Zukunft des Welthandels". Hier finden Sie die Kernforderungen des DIHK, 10 gute Gründe für TTIP sowie weitere Dokumente rund um das Abkommen.
Konkret muss es darum gehen, den kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum US-Markt zu erleichtern. Neben einem branchenweiten Zollabbau bedeutet dies insbesondere auch die Angleichung von Normen und Standards. Lesen Sie auch den Standpunkt "TTIP: Blick aufs Wesentliche nicht verlieren" aus der Juli-Ausgabe der Blickpunkt Wirtschaft.

Umfrage in Rheinland-Pfalz/Saarland
Auch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz sehen TTIP mit hohen Erwartungen entgegen. Eine Umfrage unter den rheinland-pfälzischen und saarländischen Unternehmen zeigt: 85 Prozent der Unternehmen erhoffen sich positive oder sogar sehr positive Effekte.


Positionierung der Industrie- und Handelskammer Trier
Die IHK Trier hat in ihrer Vollversammlung am 13. April 2015 ihre Positionierung zu den laufenden Verhandlungen zu TTIP beschlossen. Sie begrüßt darin die laufenden Verhandlungen über ein umfassendes Handels- und Investitionsabkommen, um das enge bilaterale Verhältnis EU – USA vor dem Hintergrund anderer zusammenwachsender Wirtschaftszonen in Fernost und Lateinamerika auf eine neue Grundlage zu stellen. Hier finden Sie die gesamte Position.



Ansprechpartner

Susanne Kant
International
Tel.: (06 51) 97 77-2 30
Fax: (06 51) 97 77-2 05
E-Mail: susanne.kant@trier.ihk.de